Kräuter gehören zu den vielseitigsten Pflanzen in Garten und Küche. Sie bereichern Ihre Gerichte mit Aroma, sind dekorativ und bieten zugleich gesundheitliche Vorteile.
Ob Basilikum wie Bio Basilikum 'Pesto-Basilikum' auf der Fensterbank, Bio Thymian Gewürzthymian im Beet oder Echte Minze auf dem Balkon: Mit den richtigen Tipps gelingt Ihnen ein gepflegter Kräutergarten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Kräuter richtig pflanzen, pflegen und ernten, damit Sie das ganze Jahr über frische Blätter genießen können.
Der richtige Pflanzzeitpunkt für Kräuter hängt davon ab, ob es sich um einjährige oder mehrjährige Sorten handelt. Einjährige Kräuter wie Basilikum, Dill, Koriander oder Kerbel können ab März oder April auf der Fensterbank vorgezogen oder ab Mitte April direkt ins Beet oder in Töpfe gesät werden. Da sie empfindlich auf Kälte reagieren, sollten sie erst ins Freie gesetzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.
Winterharte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian oder Minze können ab April direkt ins Beet oder in größere Töpfe gepflanzt werden. Diese Kräuter sind robuster und vertragen auch kühlere Temperaturen.
Bei der Planung eines Kräuterbeets ist es sinnvoll, Kräuter mit ähnlichen Standortansprüchen und Pflegebedürfnissen zu kombinieren. So wachsen die Pflanzen harmonisch und lassen sich leichter pflegen. Gut zusammen passen zum Beispiel Basilikum, Petersilie und Dill, da sie alle nährstoffreiche Erde, regelmäßiges Gießen und einen halbschattigen bis sonnigen Standort mögen. Diese Kombination eignet sich besonders für klassische Kräuterbeete oder größere Töpfe.
Mediterrane Kräuter wie Thymian, Oregano und Majoran bevorzugen hingegen sonnige, warme Plätze und eher trockene, durchlässige Böden. Sie sollten daher idealerweise in einem eigenen Bereich gepflanzt werden, damit sie nicht zu viel Wasser bekommen.
Nicht alle Kräuter vertragen sich gut im Beet oder Topf. Besonders Minze neigt dazu, sich stark auszubreiten und andere Pflanzen schnell zu überwuchern. Sie sollte daher am besten separat in einem eigenen Topf oder mit einer Wurzelsperre im Beet gepflanzt werden. So verhindert man, dass sie benachbarte Kräuter verdrängt.
Auch Fenchel gilt als schwieriger Beetpartner, da er Stoffe absondert, die das Wachstum anderer Kräuter und Pflanzen hemmen können. Deshalb sollte Fenchel ebenfalls besser allein oder mit ausreichend Abstand zu anderen Kräutern stehen.
Thymian, Oregano, Petersilie, Schnittlauch und Minze sind winterhart. Rosmarin und Majoran sind mehrjährig, benötigen aber Winterschutz in kalten Regionen.
Mediterrane Kräuter gedeihen sonnig und warm auf Balkon, Terrasse oder Beet. Schattentolerante Kräuter wie Minze, Petersilie oder Schnittlauch vertragen Halbschatten. Topfpflanzen sind flexibel und können je nach Wetter ins Haus geholt werden.
Kräuter sind Pflanzen, deren Blätter, Stängel oder Blüten zum Würzen von Speisen oder für Heilzwecke verwendet werden. Sie zeichnen sich durch ihren charakteristischen Duft und Geschmack aus, der durch ätherische Öle entsteht. Kräuter lassen sich in einjährige, mehrjährige und winterharte Pflanzen unterteilen.
Einjährige Kräuter wie Basilikum oder Bio Dill wachsen und blühen innerhalb eines Jahres. Nach der Blüte vergehen sie und müssen im nächsten Jahr neu gesät oder gepflanzt werden. Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Oregano überdauern mehrere Jahre, wenn sie richtig gepflegt werden. Diese Kräuter benötigen einen sonnigen Standort und können über die Jahre einen stabilen Wuchs entwickeln. Winterharte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Minze überstehen frostige Temperaturen und treiben im Frühling wieder aus.
Typische Küchenkräuter sind Basilikum, Thymian, Petersilie, Rosmarin, Minze, Oregano, Majoran und Dill. Mit einem Kräutergarten auf Balkon, Terrasse oder Beet können Sie diese Pflanzen selbst anbauen, jederzeit frische Blätter ernten und Ihre Gerichte geschmacklich bereichern.
Aromatische Kräuter verleihen jedem Gericht das gewisse Etwas und bringen lebendiges Grün in Garten, Balkon oder auf die Fensterbank. Von mediterranen Klassikern bis zu heimischen Favoriten.
Der richtige Standort und passende Bodenbedingungen sind entscheidend für gesundes Wachstum und aromatische Kräuter. Während die meisten Kräuter sonnige Plätze bevorzugen, spielen auch Bodenstruktur, Nährstoffgehalt und Wasserdurchlässigkeit eine wichtige Rolle. Wer diese Grundanforderungen beachtet, schafft optimale Voraussetzungen für eine reiche Ernte.
Kräuter haben unterschiedliche Ansprüche an Licht, Wärme und Platz. Mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian und Oregano benötigen einen hellen, sonnigen Standort, an dem sie mindestens fünf bis sechs Stunden Sonnenlicht täglich bekommen. Sie fühlen sich in einem Beet, auf der Terrasse oder in großen Pflanzgefäßen wohl.
Kräuter, die Halbschatten bevorzugen, wie Minze oder Petersilie, können auch unter Bäumen, an Hauswänden oder auf einem Balkon mit nur teilweise direkter Sonneneinstrahlung gedeihen. Sie benötigen etwas Schutz vor praller Mittagssonne, vertragen aber Morgen- oder Abendsonne sehr gut.
Ob Sie Kräuter direkt ins Kräuterbeet, in Pflanzgefäße auf Balkon und Terrasse oder in Töpfe auf der Fensterbank setzen: Achten Sie immer auf ausreichend Platz für die Wurzeln und eine gute Luftzirkulation. Besonders auf Balkonen können enge Pflanzgefäße die Entwicklung der Pflanzen hemmen.
Gesunde Kräuter gedeihen am besten in lockeren, nährstoffreichen Böden mit guter Drainage. Schwere Böden, die Wasser speichern, können zu Wurzelfäule führen. Sie lassen sich durch das Mischen mit Sand, Kies oder Perlite verbessern.
Lockere Gartenerde, die mit Kompost angereichert ist, versorgt die Pflanzen langfristig mit Nährstoffen und unterstützt ein gesundes Wurzelwachstum. Topfpflanzen profitieren von spezieller Kräuter- oder Universalerde, die Nährstoffe gleichmäßig abgibt und gleichzeitig gut durchlässig ist. Gut eignet sich beispielsweise die Floragard Bio-Kräutererde. Damit vermeiden Sie Staunässe und sorgen für ein gesundes Wachstum der Kräuter.
Ob im Beet, im Topf oder auf dem Balkon: mit der richtigen Vorgehensweise wachsen Kräuter kräftig und aromatisch. Eine sorgfältige Vorbereitung und das Beachten weniger wichtiger Schritte sorgen dafür, dass sich die Pflanzen schnell etablieren und gesund entwickeln.
Die kostengünstige Methode, Kräuter selbst zu ziehen, ist bereits ab März möglich: Basilikum, Dill und Majoran lassen sich problemlos im Haus vorziehen. Verwenden Sie Anzuchterde, drücken Sie die Samen leicht an und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht – Staunässe vermeiden.
Petersilie, Schnittlauch oder andere kälteverträgliche Kräuter können ab April direkt ins Beet gesät werden. Sie benötigen dafür lockeren Boden und ausreichend Platz, damit sich die Wurzeln entwickeln können. Die richtige Pflege in den ersten Wochen nach der Aussaat ist entscheidend, um kräftige, gesunde Pflanzen heranwachsen zu lassen.
Getopfte Jungpflanzen erleichtern den Start und bieten oft einen Vorsprung gegenüber der Aussaat. Achten Sie beim Einpflanzen auf Pflanzabstände von etwa 20–30 cm, damit sich die Kräuter gut entfalten können.
Damit Kräuter gesund wachsen und ihr volles Aroma entfalten, benötigen sie die richtige Pflege. Neben regelmäßigem Gießen spielen auch die richtige Nährstoffversorgung und die Ernte eine wichtige Rolle. Mit ein wenig Aufmerksamkeit bleiben Kräuter lange vital und ertragreich.
Kräuter benötigen je nach Art unterschiedliche Wassermengen. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano kommen mit wenig Wasser aus und vertragen trockene Phasen gut. Basilikum, Petersilie und Dill hingegen müssen regelmäßig gegossen werden, besonders während heißer, trockener Perioden.
Wichtig ist, Staunässe zu vermeiden, da stehendes Wasser die Wurzeln schädigen kann. Gießen Sie lieber häufiger in kleinen Mengen als selten in großen Mengen. Topfpflanzen auf Balkon oder Fensterbank trocknen schneller aus, daher ist hier regelmäßige Kontrolle besonders wichtig.
Organischer Dünger wie Kompost oder Manna Bio Hornspäne versorgt Kräuter gleichmäßig mit Nährstoffen und fördert gesundes Wachstum. Bei Topfpflanzen können Sie zusätzlich alle 2–3 Wochen einen flüssigen Kräuterdünger einsetzen.
Wichtig ist, nicht zu viel Dünger zu geben, da dies den Geschmack der Blätter beeinträchtigen kann. Kräuter, die zu viel Stickstoff erhalten, bilden vor allem viel Blattmasse, entwickeln aber weniger Aroma.
Regelmäßiger Rückschnitt sorgt für buschiges Wachstum und verhindert, dass die Pflanzen verholzen. Bei einjährigen Kräutern wie Basilikum sollten Blüten rechtzeitig entfernt werden, damit die Pflanze weiterhin Blätter produziert.
Mehrjährige Kräuter wie Thymian oder Rosmarin können nach der Blüte leicht zurückgeschnitten werden, um die Pflanze kompakt zu halten und neue Triebe zu fördern. Achten Sie darauf, gesunde Blätter zu ernten und beschädigte Teile zu entfernen.
Winterharte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Minze überstehen Frost, sollten aber bei extrem niedrigen Temperaturen durch Mulch oder Vlies geschützt werden. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian können in Töpfen ins Haus geholt werden, um sie vor Frost zu schützen. Auch das Einpacken der Töpfe mit Luftpolsterfolie oder das Platzieren in einem unbeheizten Wintergarten schützt die Wurzeln vor dem Erfrieren.
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