Verwirrt von den vielen Pflanzzeiten? Unser Pflanzkalender hilft Garten-Einsteigern, den Überblick zu behalten und zeigt, wann Sie Blumen, Gemüse & Co. pflanzen können.
Wenn Sie gerade erst mit dem Gärtnern beginnen, kann es schnell verwirrend werden: Wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um welche Pflanzen zu setzen? Jede Pflanze hat ihre eigenen Bedürfnisse und der Zeitpunkt für die Aussaat oder das Einpflanzen ist entscheidend für ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte. Ein Pflanzkalender hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten und Ihre Gartenarbeit optimal zu organisieren.
Grundsätzlich ist das Pflanzen das ganze Jahr über möglich, solange der Boden nicht gefroren ist. Viele Pflanzen lassen sich auch außerhalb der klassischen Pflanzzeiten gut setzen. Wichtig ist nur, auf frostfreie Tage zu warten und eine ausreichende Wasserversorgung im Blick zu behalten. Für Gartenanfänger ist es dennoch hilfreich, sich an den Hauptpflanzzeiten zu orientieren:
Sobald der Bodenfrostfrei ist, beginnt die Pflanzzeit. Viele Pflanzen treiben nun kräftig aus und können dank regelmäßiger Niederschläge gut einwurzeln. Achten Sie jedoch auf mögliche Spätfröste. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet die Eisheiligen ab, die Mitte Mai mit möglichen Spätfrösten das Ende der Frostperiode markieren. Im Zweifelsfall kann ein Frostschutz aus Gartenvlies empfindliche Jungpflanzen schützen.
Auch im Sommer ist das Pflanzen möglich, sofern auf eine ausreichende Bewässerung geachtet wird. Regelmäßige Wassergaben helfen den Pflanzen, sich zu etablieren und Trockenschäden zu vermeiden.
Der Herbst bietet besonders gute Bedingungen, da der Boden noch warm ist und die Feuchtigkeit zunimmt. Dadurch können die Pflanzen bis zum Frühjahr kräftige Wurzeln bilden. Eine Mulchschicht aus Kompost, Laub oder Rindenmaterial schützt empfindliche Wurzeln zusätzlich vor Frost, falls es gegen Herbstende doch schon recht kühl wird.
Unabhängig von der Jahreszeit ist es immer sinnvoll, sich beim Kauf einer Pflanze über die empfohlene Pflanzzeit zu informieren. Jede Pflanzenart hat ihre eigenen Ansprüche an Temperatur, Boden und Licht. In unserem Shop finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten hilfreiche Hinweise dazu, wann und wie die Pflanze am besten gesetzt werden sollte. So gelingt das Anwachsen garantiert.
Der Frühling ist die Zeit des Erwachens in Ihrem Garten. Sobald die Temperaturen steigen und der Boden nicht mehr gefroren ist, können Sie mit der Gartenarbeit beginnen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um neue Pflanzen zu setzen und die Grundlage für eine erfolgreiche Gartensaison zu legen.
Im Frühjahr gepflanzte Stauden, das heißt mehrjährige, winterharte Pflanzen, die jedes Jahr wieder austreiben, können dank regelmäßiger Niederschläge besonders gut einwurzeln und treiben meist direkt aus. Auch Bodendecker wie Immergrün oder Storchschnabel lassen sich jetzt setzen, um freie Flächen zu begrünen und Unkrautwachstum zu unterdrücken.
Für blühfreudige Beete ist der Frühling ebenfalls der richtige Zeitpunkt, um Rosen und Hortensien zu pflanzen. Achten Sie bei der Pflanzung auf ausreichend Abstand und einen sonnigen bis halbschattigen Standort. So entwickeln die Pflanzen kräftige Triebe und eine reiche Blüte im Sommer.
Sobald die Tage länger werden, können Sie Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill im Beet oder in Töpfen aussäen. Ab April ist auch die richtige Zeit, um erstes Gemüse wie Salat, Radieschen oder Spinat zu setzen. Empfindliche Sorten wie Tomaten oder Zucchini sollten allerdings erst nach den Eisheiligen ins Freie.
Der Frühling ist ideal, um Obstpflanzen und Beerensträucher zu pflanzen. Sie haben so genug Zeit, kräftige Wurzeln zu bilden, bevor der Sommer beginnt. Achten Sie auf durchlässigen, nährstoffreichen Boden und regelmäßige Wassergaben in den ersten Wochen.
Eine gründliche Bodenvorbereitung ist die Basis für gesundes Pflanzenwachstum. Lockern Sie den Boden tiefgründig auf, damit Wurzeln genügend Sauerstoff und Platz zum Wachsen haben. Entfernen Sie dabei sorgfältig Unkraut und alte Pflanzenreste, da diese den jungen Pflanzen Nährstoffe und Wasser entziehen können. Bei Bedarf lohnt es sich außerdem, den Boden mit Kompost oder Pflanzerde anzureichern, um die Nährstoffversorgung zu verbessern.
Auch wenn der Frühling bereits mild wirkt, können Spätfröste empfindlichen Pflanzen erheblich schaden. Behalten Sie daher die Wettervorhersage im Auge und schützen Sie junge Setzlinge, Kräuter und Blühpflanzen bei Kälteeinbrüchen mit Gartenvlies, Folie oder einer Abdeckung aus Vlieshauben. So bleiben Triebe und Knospen unversehrt und die Pflanzen können sich ungestört weiterentwickeln.
Regelmäßiges Gießen ist besonders wichtig, da frisch gepflanzte Gewächse noch keine tiefen Wurzeln gebildet haben. Achten Sie darauf, gleichmäßig zu wässern, ohne dass sich Staunässe bildet, denn zu viel Wasser kann die Wurzeln schädigen. Ideal ist es, morgens oder abends zu gießen, damit das Wasser gut in den Boden eindringen kann und nicht sofort verdunstet.
Im Sommer zeigt sich Ihr Garten oder Balkon von seiner schönsten Seite. Auch jetzt ist das Pflanzen möglich, solange Sie auf ausreichende Bewässerung achten. Besonders an warmen Tagen ist es ratsam, neue Pflanzen in den frühen Morgen- oder Abendstunden zu setzen und regelmäßig zu gießen, damit sie gut anwachsen und nicht unter der Hitze leiden.
Viele Stauden und Bodendecker lassen sich auch im Sommer pflanzen, solange der Boden ausreichend feucht gehalten wird. Sie sorgen für Struktur, füllen Lücken im Beet und bringen das ganze Jahr über Farbe und Form in den Garten.
Diese beliebten Blühpflanzen können im Sommer mit etwas zusätzlicher Pflege ebenfalls gesetzt werden. Wählen Sie am besten einen leicht bewölkten Tag für die Pflanzung, um Hitzestress zu vermeiden. Regelmäßiges Gießen und Mulchen unterstützen ein gesundes Wachstum.
Viele Kräuter, etwa Basilikum, Schnittlauch oder Dill, gedeihen bei sommerlichen Temperaturen besonders gut. Auch Gemüsepflanzen wie Zucchini, Mangold oder Salat können noch im Nutzgarten gepflanzt oder nachgesät werden, um bis in den Herbst hinein frische Erträge zu liefern.
Wer einen Gartenteich besitzt, kann im Sommer neue Wasserpflanzen einsetzen. Sie fördern das ökologische Gleichgewicht im Wasser und setzen zugleich dekorative Akzente.
Frisch gesetzte Pflanzen benötigen im Sommer besonders viel Wasser, um sich gut einzuwurzeln und Hitzeperioden zu überstehen. Gießen Sie regelmäßig, vorzugsweise in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, um Verdunstung zu minimieren.
Im Sommer sind hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung eine große Belastung für frisch gepflanzte oder empfindliche Pflanzen. Besonders junge Setzlinge, Kübelpflanzen und schattenliebende Arten können schnell unter Hitzestress leiden. Mit einem Schattiernetz, Vlies oder einem leichten Sonnenschutz lassen sich die Pflanzen vor direkter Mittagssonne schützen. Dadurch wird die Verdunstung reduziert und die Blätter bleiben länger vital und grün.
Eine Mulchschicht aus Rindenmulch, Kompost, Stroh oder Rasenschnitt ist im Sommer besonders wertvoll. Sie schützt den Boden vor dem Austrocknen, hält die Feuchtigkeit länger im Erdreich und sorgt für ein ausgeglicheneres Bodenklima. Gleichzeitig unterdrückt Mulch das Wachstum von Unkraut, sodass die Pflanzen weniger Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe haben.
Der Herbst ist eine der besten Zeiten, um Ihren Garten für das kommende Jahr vorzubereiten. Die kühleren Temperaturen und die feuchte Erde bieten ideale Bedingungen für viele Pflanzen, die sich über die Wintermonate gut etablieren können. Von farbenfrohen Blumenzwiebeln bis hin zu robusten Sträuchern und Obstbäumen: Der Herbst ist die perfekte Zeit, um Ihrem Garten neues Leben einzuhauchen.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen oder Krokusse zu setzen. Sie überwintern in der Erde und sorgen im Frühjahr für leuchtende Farbtupfer, wenn der Garten aus dem Winterschlaf erwacht.
Wer neue Struktur und Blütenpracht in seinen Garten bringen möchte, kann im Herbst gut Rosen oder Ziersträucher pflanzen. Durch die feuchte Witterung entwickeln sie stabile Wurzeln und sind im Frühjahr bestens versorgt.
Obstbäume und Beerensträucher sollten bevorzugt im Herbst gesetzt werden. Sie nutzen die Winterruhe, um Wurzeln zu bilden, und belohnen Sie schon im folgenden Jahr mit ersten Früchten.
Diese Pflanzen profitieren von der herbstlichen Pflanzung besonders, da sie ohne Hitze- oder Froststress anwachsen können. So entsteht durch die Heckenpflanzen im Garten ganzjährig Struktur und Sichtschutz.
Auch Balkonkästen und Kübel dürfen jetzt neu bepflanzt werden. Herbstpflanzen wie Chrysanthemen, Heide oder Gräser bringen Farbe und Leben in die grauer werdenden Tage und setzen dekorative Akzente bis in den Winter hinein.
Auch im Herbst benötigen Ihre Pflanzen ausreichend Wasser, besonders in Zeiten, in denen es nur wenig Niederschlag gibt. Frisch gesetzte Stauden, Sträucher oder Kübelpflanzen bauen noch keine tiefen Wurzeln auf und sind daher auf eine gleichmäßige Wasserversorgung angewiesen. Achten Sie darauf, dass der Boden feucht, aber nicht nass ist, um Wurzelfäule zu vermeiden. Regelmäßiges Gießen unterstützt das Anwachsen der Pflanzen und sorgt dafür, dass sie gestärkt in die kalte Jahreszeit starten.
Lockern Sie den Boden gründlich auf, entfernen Sie Unkraut und verbessern Sie schwere Böden mit Kompost oder Pflanzerde, damit die Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen haben.
Besonders junge oder empfindliche Pflanzen sollten vor strengen Frösten geschützt werden. Eine Abdeckung der Wurzeln mit Mulch, Laub, Reisig oder Stroh hält die Bodentemperatur stabil und schützt die Pflanzen vor Frostschäden. Kübelpflanzen können zusätzlich durch Vlies oder Jute ummantelt werden, um empfindliche Wurzeln vor dem Auskühlen zu bewahren.
Auch wenn der Winter oft als Ruhezeit im Garten gilt, gibt es dennoch Pflanzen, die Sie in dieser Jahreszeit setzen können. Besonders am Winterende, wenn die Temperaturen langsam steigen, können Sie bereits mit der Pflanzung beginnen. An milden, frostfreien Tagen sogar schon etwas früher. Auch Pflanzungen in Kübeln sind möglich, solange die Erde im Kübel nicht gefroren ist und die Pflanzen vor Kälte geschützt stehen.
Pflanzen wie Buchsbaum, Kirschlorbeer oder Eibe können auch im Winter gesetzt werden. Sie wurzeln dank der feuchten Witterung gut ein und sorgen das ganze Jahr über für Struktur und Farbe im Garten.
Arten wie Winterjasmin oder Zaubernuss lassen sich an frostfreien Tagen pflanzen. Sie bringen nicht nur Leben in den winterlichen Garten, sondern treiben im Frühjahr kräftig weiter aus.
Wer den Frühling vorbereiten möchte, kann bei frostfreiem Boden noch Blumenzwiebeln stecken. Diese bilden über die kalten Monate Wurzeln und sorgen im Frühjahr für leuchtende Blüten.
Auch im Kübel oder Blumenkasten ist das Pflanzen im Winter möglich. Christrosen, winterharte Erika oder Ziergräser bringen Farbe und Struktur auf Balkon und Terrasse. Diese Winterpflanzen trotzen auch niedrigen Temperaturen.
Auch im Winter lässt im Garten pflanzen, wenn man auf die Bodenverhältnisse achtet. Pflanzen sollten nur an frostfreien Tagen gesetzt werden, da gefrorener Boden die empfindlichen Wurzeln beschädigen kann. Lockern Sie den Boden vor dem Pflanzen leicht auf, entfernen Sie eventuell vorhandenes Laub oder Unkraut und achten Sie darauf, dass die Erde ausreichend feucht, aber nicht gefroren ist. So geben Sie Ihren Pflanzen die besten Startbedingungen, selbst in der kalten Jahreszeit.
Empfindliche Pflanzen benötigen im Winter besonderen Schutz. Eine dicke Mulchschicht aus Rindenmulch, Stroh oder Laub hält die Wurzeln warm und verhindert ein Durchfrieren des Bodens. Für besonders frostempfindliche Arten eignen sich auch Frostschutzvlies oder spezielle Abdeckungen, die zusätzlich vor eisigem Wind und starken Temperaturschwankungen schützen. Kübelpflanzen sollten idealerweise an einen geschützten Standort gerückt oder mit isolierendem Material umhüllt werden, damit sie die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen.
Ja, das ist möglich. Allerdings hängt es von der jeweiligen Pflanze ab. Einige Arten sind robuster und können auch außerhalb ihrer Hauptpflanzzeit gedeihen. Besonders bei Zimmerpflanzen haben Sie mehr Flexibilität.
Unerwarteter Frost kann besonders für empfindliche Pflanzen schnell gefährlich werden, da die kalten Temperaturen die Blätter, Triebe und Wurzeln schädigen können. Decken Sie Ihre Pflanzen in solchen Fällen sofort mit Gartenvlies, Vlieshauben oder einer dicken Mulchschicht ab. Diese Schutzschichten wirken isolierend, halten die Kälte vom Boden fern und verhindern, dass sich die Pflanzengewebe zu stark abkühlen.
Testen Sie die Bodenbeschaffenheit: Sandige Böden eignen sich gut für Kräuter, während lehmige Böden im Nutzgarten ideal für Gemüse wie Kartoffeln sind. Ein pH-Test kann ebenfalls hilfreich sein.
Für Anfänger eignen sich pflegeleichte Pflanzen wie Radieschen, Zucchini oder Kräuter wie Schnittlauch. Auch Zimmerpflanzen wie Monstera oder Bogenhanf sind ideal für Einsteiger.
Der ideale Zeitpunkt, um ein Staudenbeet anzulegen, ist das Frühjahr oder der Herbst. Im Frühjahr können die Pflanzen sofort austreiben und sich über die Saison hinweg gut etablieren. Im Herbst hingegen ist der Boden noch warm und feucht: Perfekte Bedingungen, damit die Stauden vor dem Winter anwurzeln können. Achten Sie darauf, den Boden gut vorzubereiten und Unkraut gründlich zu entfernen, bevor Sie pflanzen.
Ja, auf jeden Fall! Der Herbst zählt sogar zu den besten Pflanzzeiten des Jahres. Die milden Temperaturen und die häufigeren Niederschläge unterstützen das Anwachsen neuer Pflanzen. Besonders Stauden, Sträucher, Rosen, Obstgehölze und immergrüne Pflanzen lassen sich jetzt hervorragend setzen. Nur bei starkem Frost sollten Sie mit dem Pflanzen warten, bis der Boden wieder aufgetaut ist.
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