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Wenn im Frühling die ersten Krokusse ihre Köpfe aus der Erde strecken oder im Sommer prächtige Dahlien ihre Blüten entfalten, beginnt die große Zeit der Blumenzwiebeln. Mit der richtigen Planung sorgen Sie vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein für Farbe im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Dabei sind viele Zwiebelblumen überraschend pflegeleicht und eignen sich hervorragend für Gartenanfänger.
Ob Tulpe, Narzisse, Lilie oder Dahlie: Mit wenigen Handgriffen verwandeln Sie Beete, Rabatten und Pflanzgefäße in ein wahres Blütenmeer.
Der optimale Pflanzzeitpunkt hängt von der jeweiligen Art ab. Frühjahrszwiebeln wie Tulpen, Narzissen und Krokusse werden im Herbst zwischen September und November gepflanzt. Sommerzwiebeln wie Dahlien oder Lilien kommen dagegen erst im Frühjahr nach den letzten stärkeren Frösten in den Boden. So haben die Pflanzen ausreichend Zeit, Wurzeln zu bilden und kräftig auszutreiben.
Setzen Sie Blumenzwiebeln mit der Spitze nach oben in ein ausreichend tiefes Pflanzloch. Als Faustregel gilt: Die Pflanztiefe sollte etwa zwei- bis dreimal so groß sein wie die Höhe der Zwiebel. Achten Sie außerdem auf lockere, durchlässige Böden und einen passenden Pflanzabstand, damit sich die Pflanzen optimal entwickeln können.
Krokusse gehören zu den ersten Frühblühern und erscheinen oft bereits im Februar. Narzissen blühen meist von März bis April, während Tulpen zwischen April und Mai ihre Blüten zeigen. Lilien sorgen von Juni bis August für Farbe im Garten. Dahlien zählen zu den Sommerblühern und blühen häufig von Juli bis zum ersten Frost.
Ja, Blumenzwiebeln eignen sich hervorragend für die Kultur im Topf oder Balkonkasten. Wichtig sind ein Gefäß mit Wasserablauf sowie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton. Besonders attraktiv wirkt die Bepflanzung nach dem Lasagne-Prinzip: eine Kombination verschiedener Zwiebelblumen mit unterschiedlichen Blütezeiten. So genießen Sie über viele Wochen hinweg immer neue Blüten auf Balkon und Terrasse.
Nein, viele winterharte Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen oder Krokusse können dauerhaft im Garten bleiben. Sie treiben jedes Jahr erneut aus und vermehren sich teilweise sogar selbst. Empfindliche Sommerblüher wie Dahlien sollten hingegen vor dem Winter ausgegraben und frostfrei gelagert werden, damit sie im nächsten Jahr wieder kräftig wachsen und blühen.
Blumenzwiebeln sind unterirdische Speicherorgane, in denen Pflanzen Nährstoffe und Wasser für die nächste Wachstumsperiode einlagern. Dadurch können viele Arten bereits sehr früh im Jahr austreiben und ihre Blüte entwickeln.
Der große Vorteil: Die Pflanzen bringen bereits alle wichtigen Reserven mit. Nach dem Einpflanzen benötigen die Zwiebeln meist nur einen geeigneten Standort und etwas Geduld, bis sie ihre volle Pracht entfalten. Wer verschiedene Arten kombiniert, kann sich über viele Monate hinweg an wechselnden Farben und Blütenformen erfreuen.
Zur Gruppe der Zwiebelblumen gehören zahlreiche beliebte Gartenpflanzen wie Tulpen, Narzissen (z. B. Narzisse 'Accent') oder Krokusse (z. B. Frühlings-Krokus). Diese Arten werden häufig als Frühjahrszwiebeln bezeichnet. Sie werden bereits im Herbst gepflanzt, überwintern im Boden und sorgen im folgenden Frühling für die ersten Farbtupfer im Garten. Zu den bekanntesten Frühjahrszwiebeln zählen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Krokusse.
Daneben gibt es die sogenannten Sommerzwiebeln. Sie werden erst im Frühjahr nach den letzten Frösten gepflanzt und entfalten ihre Blüte im Sommer oder Spätsommer. Zu dieser
Gruppe gehören beispielsweise Dahlien, Gladiolen und viele Lilien (z. B. Kiepenkerl Trompeten-Lilie). Botanisch betrachtet handelt es sich dabei teilweise nicht um echte Zwiebeln, sondern um Knollen oder andere Speicherorgane. Für Hobbygärtner werden sie jedoch meist gemeinsam unter dem Begriff Blumenzwiebeln zusammengefasst.
Der richtige Pflanzzeitpunkt hängt davon ab, wann die jeweilige Sorte blüht.
Klassische Frühjahrszwiebeln werden im Herbst gepflanzt. Dazu gehören Tulpen, Narzissen und Krokusse. Die Blumenzwiebeln kommen idealerweise zwischen September und November in die Erde. In dieser Zeit können sie noch ausreichend Wurzeln bilden, bevor der Winter beginnt. Die niedrigen Temperaturen sind sogar wichtig, damit sich die Pflanzen später optimal entwickeln und im Frühling zuverlässig blühen.
Sommerblüher wie Dahlie oder Lilie sind empfindlicher gegenüber Frost. Pflanzen Sie diese Zwiebeln deshalb erst im Frühjahr, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Je nach Region liegt der ideale Zeitpunkt zwischen April und Mai. So starten die Pflanzen sicher in die Saison und entwickeln kräftige Triebe sowie eine üppige Blüte.
| Art | Pflanzzeit | Blütezeit | Pflanztiefe |
|---|---|---|---|
| Krokusse | September bis November | Februar bis März | 5–8 cm |
| Narzisse | September bis November | März bis April | 10–15 cm |
| Tulpe | Oktober bis November | April bis Mai | 10–15 cm |
| Zierlauch | September bis November | Mai bis Juni | 10–20 cm |
| Lilie | Herbst oder Frühjahr | Juni bis August | 10–20 cm |
| Dahlie | April bis Mai | Juli bis Oktober | 5–10 cm |
| Zierlauch | September bis November | Mai bis Juni | Kleine Zwiebeln: 5–10 cm; große Zwiebeln: 15–20 cm |
Damit Ihre Zwiebelblumen gesund wachsen und viele Blüten bilden, spielt der Standort eine entscheidende Rolle.
Die meisten Blumenzwiebeln bevorzugen einen sonnigen Standort. Besonders Tulpen, Lilien und Dahlien entwickeln hier die größte Blütenfülle. Viele Frühblüher wie Krokusse oder Narzissen kommen jedoch auch mit halbschattigen Bereichen gut zurecht. Unter laubabwerfenden Gehölzen fühlen sie sich oft besonders wohl. Während der Blüte im Frühling erhalten sie ausreichend Licht, bevor die Bäume ihr Laub entwickeln.
Fast alle Zwiebelblumen mögen lockere und gut durchlässige Böden. Staunässe zählt zu den häufigsten Ursachen für faulende Zwiebeln. Schwere, lehmige Böden sollten deshalb vor der Pflanzung mit Sand oder feinem Kies aufgelockert werden. Dadurch kann überschüssiges Wasser besser abfließen. Bei sehr nassen Standorten empfiehlt sich außerdem eine Drainageschicht im Pflanzloch.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Lockern Sie zunächst den Boden gründlich auf und entfernen Sie größere Steine oder Wurzelreste. Anschließend heben Sie das Pflanzloch aus. Für mehrere Zwiebeln wirkt eine Gruppenpflanzung meist natürlicher als streng angeordnete Reihen. Werfen Sie die Zwiebeln einfach locker auf die Fläche und pflanzen Sie sie dort ein, wo sie liegen bleiben.
Als Faustregel gilt: Blumenzwiebeln werden etwa zwei- bis dreimal so tief gepflanzt, wie die jeweilige Zwiebel hoch ist. Die Spitze der Zwiebel zeigt dabei immer nach oben. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ausreichend Abstand bleiben, damit sie sich gut entwickeln können. Bei größeren Sorten wie Lilie oder Dahlie empfiehlt sich ein etwas größerer Pflanzabstand als bei Krokussen oder kleinen Narzissen.
Besonders bei größeren Pflanzaktionen erleichtert ein Blumenzwiebelpflanzer die Arbeit. Das praktische Werkzeug hebt Pflanzlöcher schnell und in gleichmäßiger Tiefe aus, sodass Blumenzwiebeln besonders komfortabel gesetzt werden können. Gerade bei größeren Mengen an Frühjahrszwiebeln oder Sommerzwiebeln sparen Sie damit Zeit und erzielen ein gleichmäßiges Pflanzbild.
Auch im Topf lassen sich Blumenzwiebeln hervorragend kultivieren. Wichtig sind Abzugslöcher im Gefäß sowie eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies. Besonders attraktiv wirkt das sogenannte Lasagne-Prinzip: Dabei werden verschiedene Zwiebeln in mehreren Ebenen übereinander gepflanzt. Frühblüher und später blühende Sorten sorgen so für eine lange Blütezeit auf Balkon und Terrasse.
Sind die Blumenzwiebeln erst einmal eingewachsen, halten sich die Pflegemaßnahmen in Grenzen. Mit einigen einfachen Maßnahmen fördern Sie jedoch eine besonders reiche Blüte.
Blumenzwiebeln profitieren von einer moderaten Düngung im Frühjahr. Besonders Frühblüher freuen sich über zusätzliche Nährstoffe, sobald die ersten Triebe sichtbar werden.
Gut geeignet sind spezielle Blumendünger (z. B. Wuxal Flüssigdünger Blütenpracht). Zu hohe Düngergaben sollten vermieden werden, da sie das Wachstum der Blätter fördern können, während die Blüte darunter leidet.
Nach der Blüte sollten Sie lediglich die verwelkten Blüten entfernen. Das Laub bleibt zunächst stehen. Auch wenn die Blätter nach der Blüte oft unansehnlich wirken, erfüllen sie eine wichtige Aufgabe: Sie versorgen die Zwiebel mit Energie für das kommende Jahr. Erst wenn das Laub vollständig vergilbt und eingetrocknet ist, darf es abgeschnitten werden. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert eine deutlich schwächere Blüte in der nächsten Saison.
Viele Zwiebelblumen vermehren sich mit den Jahren von selbst. Besonders Krokusse, Narzissen und einige Wildtulpen (z. B. Wildtulpe 'Turkestanica') bilden Tochterzwiebeln und breiten sich langsam aus. So entstehen nach und nach natürliche Blütenteppiche, die jedes Frühjahr für neue Farbakzente sorgen. Lassen Sie die Pflanzen möglichst ungestört wachsen und verzichten Sie auf häufiges Umsetzen. Die Natur übernimmt dann einen Großteil der Arbeit.
Winterharte Frühblüher wie Tulpe, Narzisse oder Krokusse können problemlos im Garten verbleiben. Eine zusätzliche Abdeckung ist meist nicht notwendig. Empfindliche Sommerblüher wie die Dahlie sollten hingegen vor dem ersten starken Frost ausgegraben werden. Nach dem Trocknen lagern Sie die Knollen an einem kühlen, dunklen und frostfreien Ort bis zum nächsten Frühjahr.
Blumenzwiebeln im Topf benötigen etwas mehr Schutz. Stellen Sie die Gefäße möglichst windgeschützt auf oder umwickeln Sie sie mit Vlies beziehungsweise Jute. So bleiben die Wurzeln auch bei längerem Frost geschützt.
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